Es
war August 1995 in den Black Hills von South Dakota. Peter und ich kannten
uns nicht, als wir uns dort begegneten. Peter arbeitete als Fotograf
u.a. für die Süddeutsche Zeitung, ich als Arzt und Journalist
fürs Radio. Tom Steuer hatte uns damals zusammen gebracht, um über
seinen Verein zur Unterstützung nordamerikanischer Indianer zu berichten.
Unsere Vorstellungen vom Leben der Indianer lagen irgendwo zwischen Karl
May und „Der mit dem Wolf tanzt“. Und damit weit entfernt
von der Realität. Statt Mythos Indianer als edlem Wildem, der mit seinem Pinto in den Sonnenuntergang reitet, trafen wir zunächst auf tristen Reservatsalltag mit Arbeitslosigkeit und Alkoholismus. Aber auch auf Menschen, die trotzdem voller Stolz und Hoffnung in die Zukunft blicken. Beeindruckt von diesen Begegnungen haben wir dann begonnen, gemeinsam zu fotografieren und Interviews zu sammeln. Daraus entstand die preisgekrönte Dia-Vision „Auf den Spuren der Sioux“.
Beim
internationalen Reise- & Abenteuer-Dia-Festival El Mundo
in Österreich erhielten wir 2001 den 1. Preis für
die beste Fotografie. Zwei Jahre später wurden wir auf
dem renommierten Weitsicht-Festival in Frankfurt dem Weitsichtpreis
für Menschenrechte ausgezeichnet. Dabei haben wir auch
unsere Dia-Vision „Der Letzte Häuptling“ uraufgeführt.
Sie erzählt die Geschichte Sitanka – Chief Big Foot
- des letzten Häuptlings, der während der Indianerkriege
am Wounded Knee ermordet worden war, und geht zurück auf
die zufällige Begegnung mit seinem Ur-Ur-Enkel Leonard
Little Finger.Er nimmt uns mit auf eine abenteuerliche Reise in die Vergangenheit...

